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Cockapoo & Kleinpudel
vom MayWald
Der Kleinpudel
Der Pudel im Allgemeinen ist zum Glück noch eine recht gesunde und robuste Hunderasse, die keine optischen Extreme aufweisen und noch über einen recht breiten Genpool verfügen. Vorrausgesetz natürlich, er wurde seriös gezüchtet. Manche Pudel werden ohne Fachwissen über Genetik und Vererbung sowie die entsprechenden Untersuchungen auf Masse produziert, da der Pudel zur Zeit wieder stark in Mode gekommen ist. Dies stellt tatsächlich eine große Gefahr für die Rasse dar.
Den Pudel gibt es in vier offiziell anerkannten Größenvarianten.
Zum einen den Toypudel mit einer Schulterhöhe von 24 bis 28 cm, den Zwerg- oder Miniaturpudel mit einer Schulterhöhe von 28 bis 35 cm, den Klein-oder Mediumpudel mit einer Schulterhöhe von 35 bis 45 cm sowie den Königs- oder Standardpudel mit einer Schulterhöhe von 45 bis 60 cm. Einen so genannten Tea Cup-Pudel gibt es offiziell nicht. Diese Hunde sind noch kleiner als der Toy Pudel und weisen in ihrer Anatomie deutliche Qualzuchtmerkmale auf und sollten daher garnicht erst gezüchtet werden. Der Pudel gehört zu den Jagdhundrassen und er ist bist heute, je nach Größe, mit mehr oder weniger Jagdtrieb ausgestattet. Das darf man auf Grund seines oft "frisierten" Erscheinungsbildes nicht unterschätzen. Dennoch bindet sich der Pudel sehr eng an seinen Menschen, ist stets an einer Zusammenarbeit interessiert und möchte seinem Besitzer gefallen. Dies in Kombination mit seiner hohen Intelligenz macht den Pudel zu einer sehr vielseitig einsetzbaren Rasse, die Spaß daran hat, neue Dinge zu lernen. Der Pudel ist eine elegante Erscheinung mit einem leichten, fast schwebenden Gangbild. Er sollte niemal Plump, zu grob knochig oder kurzbeinig sein. Leider bleiben auch solche optischen Eigenschaften, neben einer schlechten Fellqualität bei einer unseriösen Zucht, auf der Strecke.
GENETIK
Das Thema der Farbgenetik ist eines, welches mich im besonderen Maße interessiert. Es ist ein wahnsinnig umfangreiches und komplexes Thema. Ein gewisses Grundwissen zu diesem Thema finde ich sehr wichtig. Nicht nur optische Aspekte sind hier zu berücksichtigen, vielmehr ist das Risiko kranker Welpen auf Grund von Fehlverpaarungen sehr hoch, wenn man nicht über das nötige Wissen verfügt. Über die Farbgenetik ist im September 2017 ein Buch erschienen, welches als einziges deutschsprachiges Buch dieses Thema ausführlich erklärt. Jedem, der sich dazu weiter bilden möchte, kann ich dieses Buch nur empfehlen.
Die Genetik der Fellfarben beim Hund
Kynos Verlag
Die Genetik ist die Wissenschaft der Vererbung und ein Teilgebiet der Biologie.
Kennt man sich mit der Genetik und Vererbungslehre aus, kann man gezielt Hunde miteinander verpaaren, um möglichst gesunde und wesensfeste Welpen zu bekommen. Dies ist für eine gute Zucht und gesunde Hunde die Grundvoraussetzung und sollte für jeden Züchter das höchste Gebot sein.
Es ist immer wichtig, dass man sich im Vorfeld über alle wesentlichen Dinge informiert und möglichst viel über seine Zuchttiere und deren Ahnen weiß. Um ganz sicher zu gehen, sind unsere Hunde alle DNA getestet (Erbkrankheiten incl. Augenerkrankungen), umfangreich röntgenologisch auf HD, ED und OCD sowie natürlich auf Patellaluxation untersucht.
Die Fellfarben
Den Pudel gibt es in vielen verschiedenen Farbschlägen, bei denen für jeden Interessierten etwas dabei sein sollte, was ihm gefällt. Natürlich gibt es auch hier Farben, die zeitweise einem starken Trend unterliegen. Ich kann sehr gut verstehen, dass manche Menschen eine gewisse "Traumfarbe" haben, mit einer bestimmten Vorstellung im Kopf, wie der Wunschhund aussehen soll. Letztlich ist es jedoch nur Optik und sollte immer hinter dem Charakter und der Gesundheit des Hundes stehen. Ein harmonisches Zusammenleben wird selten von einer Farbe beeinflusst. Beim Pudel gibt es dazu die Eigenschaft, dass die Fellfarbe je nach Farbschlag sich mit dem heranwachsen des Welpen stark verändert. Diese Form der Aufhellung ist zur Zeit per DNA Test nicht testfähig und man kann daher nur schwer sagen, ob ein Welpe seine intensive Farbe bis ins hohe Alter behalten wird.
Die Fütterung
Jaaa....der mäkelige Pudel. Das ist wohl ein Thema, das viele Pudelbesitzer kennen oder Interessierte irgendwo gehört oder gelesen haben. Im Großen und Ganzen kann ich Entwarnung geben. Da die Rasse als solches noch existiert, scheint es doch nicht ganz so schlimm zu sein. Trotzdem kann es den Hundebesitzer sehr belasten, wenn der Hund nicht regelmäßig fressen möchte und man sich Sorgen macht . Diese Erfahrung habe auch ich bereits machen müssen. Natürlich muss im Punkt Fütterung jeder den Weg finden, der zu einem passt. Wenn man jedoch einige Dinge beachtet, kann man einigen Problemen entgegen wirken. Ich persönlich bin kein Freund von stark verarbeitetem Hundefutter und ernähre meine Hunde bereits seit 12 Jahren so natürlich wie möglich. Wir füttern teils rohes Fleisch und Brühbarf. Letzteres wird nach dem Sous-Vide-Verfahren schonend gegart und behält so die Nährstoffe. Wir füttern ausschließlich als "Alleinfuttermittel" ausgewiesene Fertigmenüs, was die Fütterung sehr erleichtert und ganz leicht von den Welpenkäufern übernommen werden kann. So sind keine Fachkentnisse nötig, um den Hund bedarfsdeckend zu ernähren.
Durch viele künstliche Zusätze und die hohe Verarbeitung von den meisten industriell hergestellten Futtermitteln reagieren einige Pudel empfindlich mit ihrem Verdauungstrackt. Das führt zu Sodbrennen und Bauchweh, weshalb der Hund nicht fressen möchte und man ist ganz schnell in einem Teufelskreis. Dass der Pudel stark mäkelig ist, ist jedoch ganz oft ein selbst gemachtes Problem. Viele Besitzer servieren aus Verzweiflung in der Woche mehrere Futtersorten und wundern sich dann, wenn die Darmflora völlig durcheinander ist, wobei sich womöglich noch Unverträglichkeiten entwickeln. Bei uns gibt es in der Regel drei verschiedene Proteinquellen (Rind, Lamm und Ente) die gut vertragen werden. Diese bekommen die Hunde abwechselnd mal mit etwas Karottenbrei, Reis oder Hüttenkäse. Durch die Abwechslung wird es jedoch nicht eintönig. Wir Menschen möchten ja auch nicht jeden Tag das gleiche essen. Zudem bekommen unsere Hunde regelmäßig Prä-und Probiotika, um den Darm zu unterstützen. Mit dieser Art der Fütterung haben wir gut Erfahrungen gemacht und unsere Pudel fressen regelmäßig ihre Näpfe leer.
Die Fellpflege
Die Fellpflege ist natürlich ein großer Bestandteil der Pudelhaltung. Jedoch sind da der Phantasie kaum Grenzen gesetzt. Von praktisch-kurz bis aufgeföhnt und hochtupiert ist nahezu alles möglich und absolute Geschmackssache. Das nicht haarende, gelockte Fell ohne Unterwolle ist bei regelmäßigem Bürsten und Baden pflegeleicht. Man sollte immer ein hochwertiges Hundeshampoo verwenden und keinesfalls ein Babyshampoo oder ähnliches. Der PH-Wert der Haut ist von Hund und Mensch zu unterschiedlich. Wir würden unser Baby ja auch nicht mit Hundeshampoo baden. Mit einem solch hochwertigen Hundeshampoo ist ein regelmäßiges Baden des Hundes völlig unproblematisch. Auch das "blowern" (spezieller Hundefön) sollte nach dem Baden zum Programm gehören. Anschließend ist das Fell sehr weich, gerade und entwirrt. Nur so ist ein sauberer Schnitt möglich und es lassen sich Verfilzungen vermeiden. Das Pflegeprogramm sollte schon im Welpenalter regelmäßig mit dem Pudel geübt werden. Nur so hält er später bei der Pflege still und hat keinen Stress beim fönen oder scheren.
DER PREIS
Das Gesetz der Wirtschaft
Es ist unklug, zu viel zu bezahlen, aber es ist noch schlechter, zu wenig zu bezahlen. Wenn Sie zu viel bezahlen, verlieren Sie etwas Geld, das ist alles. Wenn Sie dagegen zu wenig bezahlen, verlieren Sie manchmal alles, da der gekaufte Gegenstand die ihm zugedachte Aufgabe nicht erfüllen kann. Das Gesetz der Wirtschaft verbietet es, für wenig Geld viel Wert zu erhalten. Nehmen Sie das niedrigste Angebot an, müssen Sie für das Risiko, das Sie eingehen, etwas hinzurechnen. Und wenn Sie das tun, dann haben Sie auch genug Geld, um für etwas besseres zu bezahlen.
John Ruskin (1819-1900)
WOHER KOMMEN DIE PREISUNTERSCHIEDE?
Als Züchter hat man hohe Fixkosten, was Zucht, Aufzucht, Deckrüdengebühr, Frühprägung, Gesundheitsvorsorge, Tierarzt, Steuer etc. betrifft. Als Züchter im Verein hat man sich zudem an strenge Richtlinien zu halten und unterliegt regelmäßigen Zuchstättenkontrollen. Nur so ist gewährleistet, dass die Welpen in einem sauberen und artgerechten, sozialen Umfeld aufwachsen.
Die Zeit und Fürsorge, die ein Züchter seinen Welpen und Zuchttieren für Pflege, Erziehung, Sozialisierung und Tierarztbesuchen zukommen lassen muss, sind nur schwer mit Geld aufzuwiegen. Nicht zu vergessen ist der große Zeit- und Kostenaufwand für Seminare und Weiterbildungen.
Wenn Ihnen der Preis eines Welpen zu hoch erscheint, dann denken Sie bitte daran wie die „Welpen vom Wühltisch“ aufwachsen. Für jeden Kauf eines solchen Welpen werden nochmal doppelt so viele in den Handel gebracht. Durch den Kauf sorgen Sie dafür, dass die armen, geschundenen Elterntiere immer wieder für Nachwuchs sorgen müssen. Sie werden unter erbärmlichen Zuständen zur Zucht missbraucht. In den Massenzuchten werden die Hunde in Käfigen gehalten und im Dreck geboren. Die Zuchthündinnen werden als „Gebärmaschinen“ missbraucht. Käufer dieser Welpen werden nur wenig und kurze Freude an solchen Tieren haben.
Dass Rassehunde, sowie seriös gezüchtet Hybridrassen, in Deutschland ein gewisses Preisniveau haben, hat seine Gründe. Es spiegelt die tatsächlichen Kosten und den erheblichen Aufwand der Hundezucht wider.
Für den Züchter ist zudem eine Selektion der Zuchttiere nach Gesundheit, Wesen und Rassemerkmale unerlässlich aber kostspielig. Er muss zum Zwecke der Zucht teuer erworbene Tiere, die sich jedoch aus den unterschiedlichsten Gründen nicht zur Zucht eignen, weit unter dem Beschaffungswert abgeben oder als reines Liebhabertier behalten und neue Zuchttiere dazukaufen. Wird dies unterlassen, spricht man nicht mehr von Hundezucht, sondern von bloßer Vermehrung. Unser Bestreben ist nicht die private Bereicherung, sondern die Erhaltung und Weiterentwicklung der geliebten Hunderasse bzw. Hybriden.
Unser Zuchtziel ist es gesunde und wesensfeste Hunde zu züchten, wie es vom seriösen Züchter erwartet wird.
Wir müssen unsere Welpen nicht so schnell wie möglich vermitteln, wir stehen weder unter finanziellem noch zeitlichem Druck.
Bitte informieren Sie sich gut bevor Sie einen Welpen kaufen. Nehmen Sie im Vorfeld Kontakt mit dem Züchter auf und besuchen sie die Zucht bevor Sie einen Welpen dort kaufen wollen. Ein seriöser Züchter nimmt sich immer die Zeit, Ihnen alles zu zeigen und Ihnen alle Fragen zu beantworten. Sollten Sie Zweifel haben, kaufen Sie dort lieber keinen Welpen. Hören Sie auch immer auf Ihr Bauchgefühl.
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